Zum Weltfrauentag wirft das „Bio verarbeiten – Praxis-Netzwerk“ einen Blick auf die Frauen im Netzwerk, die mit Kompetenz, Verantwortung und Innovationskraft die ökologische Lebensmittelverarbeitung prägen.
Bio-Verarbeitung bedeutet Verantwortung – für Tiere, Umwelt und Verbraucherinnen und Verbraucher. Das zeigt eindrucksvoll Desirée Grießhaber-Vetter, Inhaberin der Bio Metzgerei Grießhaber. Für sie ist Bio-Verarbeitung „etwas ganz Besonderes“, weil sie handwerkliche Tradition mit Nachhaltigkeit verbindet. Vom respektvollen Umgang mit den Tieren bis zum fertigen Produkt stehen höchste Standards und echtes Metzgerhandwerk im Mittelpunkt. Als Frau in einem traditionsreichen Handwerk erlebt sie täglich, wie wichtig Fachwissen, Leidenschaft und Durchhaltevermögen sind – und wie wertvoll neue Perspektiven für die Weiterentwicklung des Berufsbildes sein können.
Auch Inga Cramer, Hotelbesitzerin und Geschäftsführerin von AllerLiebe, denkt Bio konsequent weiter. Für sie endet Nachhaltigkeit nicht beim Rohstoff, sondern schließt die Verpackung mit ein. Ihre Produkte sind nicht nur bio-zertifiziert, sondern werden ausschließlich in Mehrwegverpackungen angeboten. „Die Vielfalt und der Erfolg echter Kreislaufwirtschaft“ machen ihren Beruf besonders spannend. Ihre Erfahrung zeigt: In der Bio-Branche zählt Kompetenz – unabhängig vom Geschlecht. Entscheidend ist das gemeinsame Ziel, nachhaltige Lösungen voranzubringen.
Clara Probst vom Vorwerk Podemus ist mit der Bio-Produktion aufgewachsen. „Unser Familienbetrieb wurde bereits vor 35 Jahren von meinen Großeltern auf ökologischen Landbau umgestellt, sodass ich von klein auf mit nachhaltigem Wirtschaften aufgewachsen bin. Regionalität, Transparenz und langfristiges Denken stehen im Zentrum meiner Arbeit. Die saisonale Vielfalt in der Verarbeitung – von frischen Aprikosen im Sommer bis zu verarbeiteten Produkten im Winter – macht den Beruf lebendig und abwechslungsreich“, sagt Clara. Durch Hofführungen gibt sie Einblicke in die tägliche Praxis und schafft Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher. Ihre Tätigkeit erlebt sie als selbstbestimmt und auf Augenhöhe – Kompetenz zählt mehr als Geschlecht. Ihr Wunsch: mehr junge Frauen, die den Mut haben, in die Bio-Verarbeitung einzusteigen und diesen Bereich aktiv mitzugestalten.
Diese Stimmen zeigen: Frauen übernehmen Verantwortung, führen Betriebe, treiben Innovationen voran und verbinden handwerkliche Tradition mit zukunftsfähigen Konzepten. Sie stehen exemplarisch für eine Branche, die Nachhaltigkeit, Fachwissen und Unternehmergeist vereint.
Das „Bio verarbeiten – Praxis-Netzwerk“ lebt von dieser Vielfalt. Zum Weltfrauentag sagt das Netzwerk Danke – für Engagement, Kompetenz und den Mut, die Bio-Verarbeitung jeden Tag ein Stück weiterzuentwickeln.
Dieser Beitrag stammt vom Informationsportal oekolandbau.de und ist dort zuerst erschienen.

